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Archiv für Juli, 2013

Mondscheinflanieren über den Fürstenwall


Gräfin Gröschnèr

Gräfin Gröschnèr

Wohl jeder, der Magdeburg etwas kennt, kennt auch den historischen Fürstenwall. Aber wer hat den Fürstenwall schon einmal so unterhaltsam und lehrreich kennengelernt, wie er von Gräfin Gröschnèr präsentiert wird?

Der Fürstenwall in Magdeburg ist eine aus dem Mittelalter stammende Stadtbefestigung zwischen dem Magdeburger Dom, dem Kloster Unser Lieben Frauen und der Elbe.

Zwei erhaltene Wehrtürme – „Hinter der Möllenvogtei“ und „Kiek in die Köken“ – zeugen von der alten Wehranlage.

Um 1720 veranlasste Fürst Leopold von Anhalt-Dessau, der „Alte Dessauer“, dass die Wehranlage zur ersten deutschen Bürgerpromenade umgestaltet wurde.

Gräfin Gröschnèr und Frank im, unterm und hinterm Kornfeld, Hauptmann a. D., laden vor allem im Sommerhalbjahr zu einer Nacht(Ver)Führung über den Fürstenwall ein. Wenn die Sonne noch oder schon etwas früher untergeht, wird Kerzenschein der Führung noch einen weiteren Reiz verleihen.

Fürstenwall, Magdeburg

Picknick auf dem Fürstenwall

Nach der Begrüßung durch Gräfin Gröschnèr am Gouvernementsberg in Höhe der Brücke zum Schleinufer geht es treppauf zum Fürstenwall.

Mit einer ersten kulinarischen Köstlichkeit zu Füßen der Mechthild von Magdeburg gesellt sich zu dem Augenschmaus auch ein Gaumenschmaus. Frank im, unterm und hinterm Kornfeld wird die flanierenden Gäste noch mehrfach mit kulinarischen Überraschungen bei der kurzweiligen Führung beglücken. Sogar für ein deftiges Picknick ist gesorgt.

Für den Wirt des Restaurants Fürstenwall ist das zwar keine Konkurrenz, für die flanierenden Gäste jedoch eine willkommene Verschnaufpause.

Weiter geht es dann vorbei an den Ruinen der medizinischen Badeanstalt und den beiden verbliebenen Wehrtürmen zur Bastion Cleve. Hier lässt ein Modell der Festung Magdeburg erkennen, warum die Festung vom Anfang des 18. Jahrhunderts bis 1912 zu den stärksten Festungen Preußens gehörte.

Haus der Romanik

Haus der Romanik

Schlosstor

Schlosstor

Durch den Remtergang geht es dann zum Haus der Romanik.

Es wird heute als Info-Zentrum zur Straße der Romanik genutzt und beherbergt mehrere touristische Einrichtungen.

Gegenüber dem Haus der Romanik erkennt man noch das versteckte Portal zum einstigen kurfürstlichen Schoss.

Schließlich geht es hinab in die älteste, heute noch vorhandene Gartenanlage Magdeburgs. Direkt unterhalb des Fürstenwalls befindet sich der erstmals 1370 urkundlich erwähnte Garten des Erzbischofs.

Noch einmal wird uns Frank im, unterm und hinterm Kornfeld verwöhnen. Mit einem kleinen Abschiedstrunk beenden wir das Mondscheinflanieren über den Fürstenwall in Magdeburg. – Prädikat: Unbedingt empfehlenswert!

Frank im, unterm und hinterm Kornfeld

Frank im, unterm und hinterm Kornfeld