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Archiv für Februar, 2014

Nordseeferien für Familien


Auf Strandpiraten warten im Dornumerland Sand ohne Ende, seichtes Meer und windgeschützte Plätze im Strandkorb.

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Foto: djd/Tourismus GmbH Gemeinde Dornum

Heute an den Strand, morgen ins Moor und übermorgen vielleicht mit Inlineskates den Deich entlang oder zu Fuß das Mittelalter entdecken? Im Dornumerland finden Familien so viele Ausflugsziele und spannende Events, dass ein Urlaub allein vermutlich gar nicht reicht, um alles zu erleben. Das Motto hier oben in Ostfriesland lautet: Bloß kein Stress! Lieber schön entspannt Spaß haben und die langen Strände, die gemütlichen Hafendörfer und das Hochmoor im Hinterland in aller Ruhe entdecken. Wir geben zehn Urlaubstipps für Seeräuber und Strandpiraten.

Ordentlich „watt“ erleben

Foto: djd/Tourismus GmbH Gemeinde Dornum

Foto: djd/Tourismus GmbH Gemeinde Dornum

Das Dornumerland liegt an der Küste Niedersachsens, direkt gegenüber von den ostfriesischen Inseln. Baltrum kann man sogar zu Fuß erreichen, bei einer geführten Wattwanderung. Am besten gleich zu Urlaubsbeginn einen Platz reservieren, denn die Führungen sind immer schnell ausgebucht. Erwachsene sind in Dornum und Umgebung ziemlich schnell abgemeldet. Auf Kinder wartet in dem Feriengebiet nämlich die ganz große Freiheit. Meistens sind die „Lütten“ schon am zweiten Tag allein unterwegs, treffen sich im DoroKidsClub (ab vier Jahren) oder machen den Spielpark „Sturmfrei“ unsicher. Dort gibt es die ganze Saison über unterschiedliche Urlaubsaktionen für wilde Strandpiraten.

Sich so richtig verwöhnen lassen

Die Kinder sind beschäftigt – da können Mama und Papa ganz locker einen Gang zurückschalten. Das Therapie- und Wohlfühlzentrum von Dornumersiel ist dafür die richtige Anlaufstelle. Massagen, Sauna, Kosmetik – die Fachleute wissen, was gestresste Eltern glücklich macht. Die Kutterflotte von Dornumersiel und Neßmersiel gehört zu den größten an Niedersachsens Westküste. Von der Kaimauer aus starten die urigen Pötte regelmäßig ihre Fangfahrten. Und auch zu den Seehundbänken wird von hier aus abgelegt. Wieder an Land lohnt sich ein kleiner Hafenbummel – und ein Fischbrötchen auf die Hand.

Das Mittelalter entdecken

Geschichtsunterricht in den Ferien? Unbedingt! Wissen wird in Dornum nämlich im Vorbeigehen vermittelt. Das Städtchen war im Mittelalter Sitz der Häuptlinge. Sie residierten in prächtigen Gebäuden, darunter die Beningaburg und das barocke Wasserschloss Norderburg. Ein Bummel auf den Spuren der Macht ist für jedes Alter dringend zu empfehlen. Extra-Tipp: Jedes Jahr im Sommer wird die glorreiche Vergangenheit bei den großen Ritterspielen wieder lebendig, zu denen Besucher aus ganz Deutschland anreisen.

Zum Naturforscher werden

Foto: djd/Tourismus GmbH Gemeinde Dornum

Foto: djd/Tourismus GmbH Gemeinde Dornum

Eimer und Schaufel – mehr brauchen Kinder an den langen Stränden im Dornumerland nicht an Entertainment. Die Großen machen es sich derweil im Strandkorb bequem und haben den Nachwuchs beim Burgenbauen und Muschelsuchen bestens im Blick. Die Küste ist nur die eine Seite der Urlaubsregion. Im Hinterland wartet ein Naturparadies auf Entdecker: das Hochmoor „Ewiges Meer“ mit seinem verwunschenen See. Durch die Landschaft führt ein Rundwanderweg aus Holzbohlen, auf dem sich gern Kreuzottern und kleine Eidechsen sonnen. Trockenen Fußes durchquert man so die 90 Hektar große Moorfläche und kann an vielen Quiztafeln und Mitmachaktionen sein Wissen prüfen. Wer gern radelt, findet hier auch tolle Strecken für ausgedehnte Touren, zum Beispiel die 45 Kilometer lange Route „Vom Moor zum Meer“.

Den Überblick behalten

Ostfriesland ist bekanntlich „platt“. Kein Berg, kein Hügel schränkt die freie Sicht ein. Trotzdem lohnt es sich, einmal „in die erste Etage“ zu klettern, auf die 65 Meter hohe begehbare Windkraftanlage von Westerholt. Wer die 297 Stufen gemeistert hat, ist vermutlich auch platt – aber die Aussicht ist es wert. „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung.“ Dieser Satz gehört an der Küste zum Standardrepertoire. Wer bei Regen trotzdem nicht im „Friesennerz“ an den Strand möchte, kann sich im Nationalparkhaus die Zeit vertreiben. Dort wird unter anderem das Geheimnis von Ebbe und Flut gelüftet.

Ganz entspannt wohnen

Im kleinen Appartement oder im großen Ferienhaus, auf dem Campingplatz oder auf dem Bauernhof – familientaugliche Unterkünfte gibt es im Dornumerland reichlich. Gut zu wissen: Viele Gastgeber sind auch auf vierbeinige Besucher eingestellt. Für Hunde gibt es außerdem einen speziellen Strand und sogar einen Fun-Agility-Park. Da bleiben wirklich keine Urlaubswünsche offen.

Schneespaß: Wintersport im Erzgebirge


Skiwanderung im Erzgebirge

Schneeschuhwandern zwischen Johanngeorgenstadt und Schöneck. (Foto: djd/Tourismusverband Erzgebirge e.V./Wolfgang Thieme)

Wer anstelle steiler Pisten mit rasanten Abfahrten (Vorsicht: Schumi-Syndrom) lieber  Winterwandergenuss bevorzugt, findet als aktiver Winterurlauber im Erzgebirge mit seinen schneesicheren Kammlagen teilweise bis in den März hinein ein attraktives Ziel für sportliche Vergnügungen.

Ausgedehnte Wälder, bestens gespurte Loipen, viele Eis- und Rodelbahnen und ein spannendes Wintersportangebot machen das Erzgebirge zu einer interessanten Region für Winterurlauber und -sportler. Wer im Erzgebirge aktiv sein und sich trotzdem erholen will, für den stehen mehr als 1.000 Kilometer gespurte Loipen zur Verfügung und bieten optimale Voraussetzungen für den Wintersport im Erzgebirge. Mehr Informationen zu dieser Region gibt es unter erzgebirge-tourismus.de.

Eine der längsten gespurten Loipen Deutschlands

Mit einer Gesamtlänge von 36 Kilometern gehört die Kammloipe vom vogtländischen Schöneck bis nach Johanngeorgenstadt beispielsweise zu den längsten gespurten Loipen bundesweit. Skiwanderer und Langläufer können entlang der Osterzgebirgsloipe und der Skimagistrale auch grenzüberschreitende Touren wagen. Skifahrer finden ihre Wintersportzentren in Oberwiesenthal, Altenberg, HolzhauJohanngeorgenstadt und dem familienfreundlichen Eibenstock. Hier können dann auch Fans einer rasanten Abfahrt steile Pisten – teilweise inklusive Beschneiung und Flutlicht – nutzen. Im Augustusburger Freizeitzentrum „Rost’s Wiesen“ kann man selbst im Monat April noch auf den Brettern unterwegs sein – die Beschneiungsanlagen machen es möglich.

Schneeschuhwanderungen und Eislaufvergnügen

Kammloipe Erzgebirge

An der Kammloipe im Erzgebirge (Foto: Foto: djd/Tourismusverband Erzgebirge e.V.)

Im Erzgebirge gibt es nicht nur auf den Loipen und Pisten Möglichkeiten für gemütliche bis rasante Freizeitvergnügungen. Beim Schneeschuhwandern etwa lassen sich sportliche Aktivität und Naturerlebnis unter der Führung eines routinierten Guides miteinander verbinden. Das Glitzern und Funkeln der Schneekristalle verzaubert jeden, der an einer winterlichen Wanderung teilnimmt. Auf der Panoramatour warten faszinierende Aussichten. Auf schmalen Kufen bewegt man sich auf den Eisbahnen in Oederan, Annaberg-Buchholz, Schneeberg, Augustusburg und Freiberg oder in der Eishalle in Geising, wo zudem Curling gespielt werden kann. Bei einer Gästebobfahrt in Altenberg rasen die Teilnehmer im Viererbob unter der Leitung eines routinierten Piloten durch den Eiskanal – über 1.000 Meter geht es mit mehr als 100 Stundenkilometern durch elf steile Kurven.

Feste und Veranstaltungen

Abwechslungsreiche Winterevents wie Wanderungen mit Fackeln oder der lustige Ski- und Eisfasching, aber auch internationale Wettkämpfe laden bis in den März hinein zum Schneespaß ein. Das Schneekönigin-Fest vom 14. bis 16. Februar 2014 in Oberbärenburg beispielsweise unterhält kleine und große Gäste mit Spiel, Sport und Vergnügen. Besonders begehrt sind bei den Kindern die Schatzsuche, der Fackelumzug und der Wettbewerb um den schönsten Iglu. Außerdem gehören die Winterwaldwanderung und der Schneefigurenwettbewerb zu den Attraktionen des Festes.

„Weltmeisterschaft im Arschleder-Wettruscheln“

Am 9. Februar 2014 findet in Neudorf im Erzgebirge die „WM im Arschleder-Wettruscheln“ statt. Der Wettbewerb hat seinen Ursprung zu Zeiten des Bergbaus. Damals fuhren die Bergleute auf ihren Schutzledern ins Bergwerk. Das Wort Arschleder-Wettruscheln setzt sich zusammen aus der im Erzgebirge gebräuchlichen Bezeichnung „Ruscheln“ für das Rodeln sowie dem früheren Schutzleder, das den Hosenboden bekleidete und daher im Volksmund „Arschleder“ genannt wurde.