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Bautzen im Winter erleben


Wie Puderzucker liegt der Schnee auf Bautzens Dächern und Zinnen.

Bautzen – spektakulär mittelalterlich

 

Bautzen

Foto: djd/Tourist-Information Bautzen-Budyšin/Jens-Michael Bierke

Falls edle Ritter sich mit einer Zeitmaschine ins 21. Jahrhundert verirren – beim Anblick Bautzens werden sie den Unterschied kaum bemerken. Denn die „Stadt der Türme“ in der Oberlausitz wirkt spektakulär mittelalterlich. Ihre Ansicht ist eine der schönsten in ganz Deutschland: Hoch über der Spree ragt Bautzens Altstadt seit gut 1.000 Jahren in den Himmel. Die „Alte Wasserkunst“ – Wahrzeichen der wirtschaftlich aufstrebenden 40.000-Einwohner-Stadt – und viele andere wuchtige Wehranlagen sind gut erhalten. Ein traumhafter Anblick gerade auch im Winter, wenn sich glitzernder Schnee auf Burgzinnen und Dächer legt. Ähnlich reizvoll ist die Landschaft: Im Norden locken romantische Heideflächen und Teiche. Und im Süden erhebt sich sanft das Oberlausitzer Bergland. Gut zu wissen: Zwischen Dresden und Bautzen liegt nur eine knappe halbe Stunde Autofahrt über die A4. Die Zugverbindung ist ebenfalls sehr gut. So lassen sich Besuche in beiden Städten optimal verbinden.

Vom „Canaletto-Blick“ zur spektakulären Bautzen-Ansicht

Ein echter Geheimtipp ist Bautzen für Freunde von Kunst, Kultur und Architektur. Sachsen-Touristen bewundern beispielsweise zuerst in der sächsischen Landeshauptstadt den berühmten „Canaletto-Blick“ auf die Dresdner Altstadt (vom rechten Elbufer aus, unterhalb der Augustbrücke), ehe sie danach Bautzens Silhouette auf sich wirken lassen. Eine weiteres Highlight: Hinter Bautzens Stadtmauern warten rund 1.000 Baudenkmale auf Bewunderer. Viele Gebäude sind mit viel Liebe restauriert worden.

Sehr sehenswert sind zum Beispiel:

Alte Wasserkunst

Foto: T. Schulze

– die „Alte Wasserkunst“ (1558). Sie war nicht nur Teil der Befestigungsanlagen, sondern enthält auch ein Schöpfwerk. Über Rohrleitungen versorgte sie die Altstadt mit Wasser aus der Spree. Heute ist sie ein technisches Denkmal.

– Der als „Schiefer Turm von Bautzen“ bekannte, 56 Meter hohe Reichenturm (Reichenstraße).

– Die älteste und größte Simultankirche in Deutschland, der Dom St. Petri. Von September 2013 bis voraussichtlich November 2015 wird das Innere des Domes umfangreich saniert. Auf den Domturm können Sie aber trotzdem steigen.

– Die Michaeliskirche aus der Zeit nach 1429. Sie bietet eine gute Alternative für Kirchenfans, solange das Dominnere für Besucher gesperrt ist. Die Kirche liegt auf dem Südwestbogen des Felsspornes über der Spree.

– Die Ortenburg. Sie war einst das Machtzentrum in der Oberlausitz.

– Pastellige Patrizierhäuser mit reichen Verzierungen und das schmucke Rathaus am Hauptmarkt.

Und wer in einer der historischen Wehranlagen übernachten möchte, hat die Qual der Wahl zwischen der Gerberbastei (Jugendherberge) und der Mühlbastei.

 

Winter in Bautzen: Warum in der kalten Jahreszeit anreisen?

Im Winter wirkt Bautzen besonders anheimelnd. Die Kneipen- und Restaurantszene ist erstaunlich groß und vielfältig. Hier findet jeder ein gemütliches Plätzchen zum Aufwärmen. Wenn die Tage immer kürzer werden und der Atem beim Flanieren dampft, können Besucher aber noch mehr erleben:

Bautzener Türmer

Foto: T. Schulze

Mönch „Eusebius“ geleitet Besucher durch die mittelalterliche Stadt.

– In alter Tracht führt das „Historische Stadtvolk“ Touristen zu geschichtsträchtigen Orten.

– Im Lauenturm lädt der „Türmer“ zur Märchenstunde.

– Die „Romantica“ im November jeden Jahres steht für gemütliches Einkaufen bei Fackelschein (2. November 2013).

– Als vermutlich ältester Weihnachtsmarkt Deutschlands gilt der Wenzelsmarkt in Bautzen.

– Das Museum Bautzen am Kornmarkt 1 ist sehr ansprechend renoviert worden. Es gilt als eines der größten Museen in Sachsen und bietet spannende Sonderausstellungen.

– Aufführungen des Sorbischen Nationalensembles, Puppentheater, Kammerkonzerte und vieles mehr erwarten die Kulturfreunde in Bautzen.

Unter www.tourismus-bautzen.de finden Sie Veranstaltungsinfos, einen Terminkalender zum Herunterladen und viele Infos zu den Bauwerken.

 

Im Gewölbe speisen

Mönchshof Bautzen

Foto: T. Schulze

Wer in der winterlichen, kristallklaren Luft zur Ortenburg und entlang der Stadtmauer spaziert ist, hat sich eine warmes, gern auch deftiges Essen verdient. Einige Tipps:

– das mittelalterliche Gasthaus „Mönchshof“ mit einer deftigen Speisekarte (Burglehn 1),

– das „1. Bautzener Senfrestaurant“. Dort geht es sehr würzig zu. (Schloßstraße 3),

– das sorbische Restaurant „Wjelbik“ (Kornstraße 7). Dort empfängt man die Gäste in sorbischer Tracht. Hintergrund: Bautzen ist das Zentrum der Sorben – des kleinsten slawischen Volkes – in der Oberlausitz.
Weitere Insidertipps und Infomaterial.

Fazit

Bautzen übt im Winter einen besonderen Charme auf Touristen aus. Die kühle Luft ist jetzt besonders klar. Die Gäste erhalten jetzt einen faszinierenden Blick auf die einzigartige mittelalterliche Stadtansicht. Besonders viel los ist in der Vorweihnachtszeit während des Wenzelsmarktes. Mehr Eindrücke

Quelle: djd (mpt-13/215)